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„Wir kämpfen weiter“

Anke Feld am 16. März in den Sartory Sälen
in Köln und am 18. März im Palais am Funkturm, Berlin

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Guten Abend meine Damen und Herren,

es ist nicht einfach für mich, hier vor Ihnen zu stehen und nochmals alles kurz Revue passieren zu lassen. Aber nachdem immer wieder Menschen anrufen und nach der Wahrheit fragen, wissen wollen, wie wir zu Dr. Rath und der Zellular Medizin stehen, und die Berichte in den Medien hinterfragen, haben wir angefangen, über unsere Erlebnisse, über die wahre Geschichte unseres Dominik, im Internet, in der "Rath international" und auch im neuen "Gesundheits-RATH-Geber" zu berichten. Sie sind die einzigen Foren, in denen das möglich ist. Denn wollten wir zum Beispiel in unserer Tageszeitung die Dinge klarstellen, bekam ich von der Rhein-Zeitung zu hören, dass von Familie Feld nichts gebracht werden dürfe. Wohl gemerkt: über uns, über Dr. Rath oder über die Zellular Medizin schon, von uns aber nicht.

Die häufigste Frage, die man uns stellt, ist: Wie stehen Sie zu Dr. Rath und zur Zellular Medizin? Unsere einfache Antwort: Mit sehr großer Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass es einen Menschen wie Dr. Rath, die Menschen aus seinen Teams und die Menschen in der Gesundheits-Allianz gibt, die trotz aller öffentlichen Verleumdungen immer noch ihren Weg gehen und ihre Erfahrungen so einsetzen, dass alle, die es wollen, davon profitieren können.

Ich möchte die Frage hier und heute aber auch an Sie weitergeben: Wie stehen Sie denn zu einem Menschen, der durch seine Forschung, seine Hilfsbereitschaft und Freundschaft ihrem Kind dabei hilft, gesund zu werden? Vor vielen Monaten hat es Dominik in Mainz selbst und auf eigenen Wunsch gesagt: „Seit ich die Vitamine von Dr. Rath nehme, geht es mir viel besser“.

Doch das durfte nicht sein. Ein Kind als lebender Beweis, dass die Zellular Medizin Recht hat? Das kann die pharmaabhängige Ärzteschaft nicht gebrauchen – niemals hätten sie ihn in Ruhe gelassen! Wissen Sie, was das für das tägliche Leben bedeutet? Bei jeder Untersuchung, jedem CT und jedem Röntgenbild hätten wir genau überlegen müssen, ob wir irgendwo noch jemanden finden, der die Befunde objektiv beurteilt. Die Ärzteschaft war schnell von den schlimmen Äußerungen des Prof. Jürgens aus Münster geprägt. Der war darüber entsetzt, dass wir im März des letzten Jahres das Sorgerecht für Dominik wieder zurückbekommen hatten, und schrieb damals an die Staatsanwaltschaft: „Sollte dieses Kind einmal sterben, muss es obduziert werden.“

Dominik hätte einen Autounfall haben können. Die Obduktion hätte trotzdem ergeben, dass unser Junge an Krebs gestorben ist. Denn hier ging es schon lange nicht mehr um unser Kind. Hier ging es schon längst darum, der Welt beweisen zu müssen, dass Dr. Rath irrt und seine Forschungsergebnisse falsch sind. Mit Dominik hatte das nur sehr wenig zu tun.

So wurde die Angst unser ständiger Begleiter: Was, wenn Dominik krank werden sollte? Was dann passieren würde, mussten wir leider auf furchtbare Weise erleben. Beim Fußballspielen bekam er einen Lederball an die rechte Schläfe. Was eigentlich halb so wild ist, hat nach einer Chemotherapie ganz andere Folgen: Die Gefäße werden von dem giftigen Zeug so porös, dass sich Hämatome bilden, wo sonst nichts zurückgeblieben wäre. Das war auch an Dominiks Schläfe so. Der Bluterguss war sogar so groß, dass er in einer Notoperation entfernt werden musste.

Jetzt hatte die Klinik unseren Jungen wieder zurück. Fast war es abzusehen, wie sich die Dinge nun entwickeln würden. Der behandelnde Chirurg sprach zunächst unter Zeugen von einem „kastaniengroßen Hämatom“. Doch im Bericht an das Krankenhaus in Kirchen war schließlich von einem kastaniengroßen, bösartigen Tumor (Osteosarkom) die Rede. So entbrannte erneut die Diskussion in der Presse über die angebliche Krebserkrankung unseres Sohnes. Von Münster aus erreichte das Gerücht die Medien, Dominik sei voller Metastasen.

Bei der Operation des Hämatoms war ein Stück Knochen entnommen worden, das erst sechs Wochen später, nach einem Rückgang des Hirndrucks, wieder eingesetzt werden sollte. Dominik musste also wieder in die Klinik zurück. Jetzt wurde es noch ärger: Nach der Voruntersuchung zur OP sagte man uns anhand einer CT-Aufnahme, Dominik habe einen nun schon faustgroßen Tumor im Kopf! Wir waren entsetzt und wollten sofort mit dem behandelnden Chirurgen sprechen. Das war aber nicht möglich. Er war für uns nicht zu sprechen.

Drei Tage später sollten wir zur Operation wieder in die Klinik kommen. Einen Tag, bevor es so weit war, kam aber ein Anruf des Chirurgen. Er sagte, er habe sich die Bilder noch einmal genau angesehen: „Es handelt sich um ein Ödem. Es ist nicht, wie man Ihnen sagte, ein bösartiger Tumor. Wenn es Dominik ansonsten gut geht, werden wir mit der OP noch warten. Denn oft verschwindet so ein Ödem von ganz allein. Wenn aber nicht, dann werden wir es behandeln.“

Wieder kam alles anders: Dominik musste erneut notoperiert werden und wieder war die Rede von einem faustgroßen Tumor — der pathologische Befund lautete auf „Osteosarkom“. Der Chirurg, mit dem wir noch kurz zuvor gesprochen hatten, war zu diesem Zeitpunkt im Urlaub. Da es sonst niemanden dort gab, dem wir vertrauten, verlangten wir eine Probe des Gewebes, die wir erst auf massiven Druck bekamen und dort untersuchen ließen, wo niemand über Dominik und seine Geschichte Bescheid wusste. Das Ergebnis dieser Untersuchung war eindeutig: kein Osteosarkom.

Für uns ist klar: Dominik starb nicht an Krebs, sondern an vielen klinischen und ärztlichen Fehlern und an der schlimmen Vernachlässigung unseres Sohnes in den Kliniken. So wurden zum Beispiel keine Präventivmaßnahmen ergriffen, um Infektionen zu vermeiden, die nach einer künstlichen Beatmung sehr oft auftreten. Eine Studie, die in 17 europäischen Ländern dazu durchgeführt wurde, zeigte, dass nach 48 Stunden künstlicher Beatmung das Infektionsrisiko deutlich nach oben schießt. Dominik wurde 120 Stunden künstlich beatmet – mehr als zweimal so lang!

Als Dominik aus dem künstlichen Koma aufgeweckt wurde, konnte er komplett alles bewegen. Für die Ärzte schien das eine Überraschung zu sein. Sie meinten, er wäre sicher gelähmt und könnte eventuell nicht mehr sprechen. Doch Dominik sah mich mit Tränen in den Augen an und sagte: “Das mit meinem Kopf Mama, dass haben die extra gemacht, die wollen dich zerstören, dich kaputtmachen.“ Ich war fassungslos: Was hatte er mitbekommen?

Unser Sohn starb durch Ignoranz vieler Ärzte. Er starb, weil sie steif und fest behaupteten, er habe Krebs, obwohl die pathologischen Befunde das Gegenteil besagten: keine Malignität in der Lunge. So war es in den Analysen nachzulesen.

Dominik hatte eine schwere Lungenentzündung mit Pleural-Erguss. Aber niemand behandelte wirklich diese Lungenentzündung. Es wurden keine entsprechenden Untersuchungen durchgeführt. Sogar lebenswichtige Maßnahmen wurden ihm vorenthalten. Blut und Humanalbumin bekam er erst, als wir entsprechenden Druck machten – und selbst dann war es noch zu wenig. Auch hochdosiertes Vitamin C durfte Dominik nicht haben. Als wir danach fragten, sagte uns der Chef der Kinderstation in Kirchen, hochdosiertes Vitamin C sei toxisch und er müsse die intravenöse Gabe daher aus ethischen Gründen ablehnen.

Ethische Gründe? Wo waren denn diese ethischen Gründe, als er mit Gewalt versuchte, Dominik einzureden, dass er starke Schmerzen habe, obwohl unser Sohn immer sagte, dass das nicht stimme. Immer wieder sagte er: „Du hast große Schmerzen, Dominik.“ Bis unser Junge ganz verstört fragte: „Mama, warum muss ich denn Schmerzen haben?“

Aber es wurde sogar noch schlimmer: Als Dominik sich die Schmerzen nicht einreden lassen wollte, schickten sie ihm schließlich einen Priester. Der sollte Dominik in Todesangst versetzen. Dieser Priester sollte Dominik sagen, dass er am nächsten Tag sterben müsse. Doch Gott sei Dank war dieser Priester völlig fassungslos über diesen unglaublichen Vorschlag. Er weigerte sich, zu tun, was die Ärzte von ihm verlangten. So schockiert war er von diesem Ansinnen, dass er sich Notizen von dem Gespräch machte und das Datum vermerkte.

Dominik wollte in dieser Zeit nur noch weg. Immer wieder sagte er: „Ich muss hier weg. Weg in ein anderes Land, denn hier will mir keiner mehr helfen. Meine Lunge ist zwar krank, aber es ist kein Krebs. Mama, das musst du den Ärzten immer wieder sagen.“ Doch die wollten davon nichts wissen. Sie sprachen längst nur noch von Krebs im Endstadium und wollten ihn mit Morphium gegen die angeblichen Schmerzen behandeln, die unser Kind gar nicht hatte.

Als sie mit ihrer Zermürbungstaktik nicht weiterkamen, schlugen die Ärzte wieder einmal den Weg über das Familiengericht ein. Wieder versuchten sie, uns das Sorgerecht für Dominik streitig zu machen. Dieses Mal fand sich angeblich der evangelische Seelsorger der Klinik, der den Ärzten dazu geraten hatte, uns bei Gericht in Betzdorf anzuzeigen. Doch dieser Seelsorger hatte Dominik oder uns Eltern nie gesehen. Wie konnte er sich also ein Bild machen und daraufhin einen solchen Rat erteilen, obwohl er uns nie getroffen hatte?

Die ganze Situation wurde immer unheimlicher. Warum waren die Mediziner plötzlich so unglaublich daran interessiert, Dominik Morphium zu geben? Jeder, der sich mit Morphium ein bisschen auskennt, weiß, dass dieses Zeug die Patienten in eine tiefe Vegatomie stürzen und sogar töten kann. Wollte man uns deshalb Ende August 2004 noch einmal das Sorgerecht entziehen, damit man Dominik mit Zustimmung des Gerichts überflüssigerweise Morphium geben konnte?

Dominik brauchte kein Morphium und er wollte auch keines. Er wollte nur noch heim. Der Arzt sagte immer wieder: „Morgen. Morgen kannst du heim.“ Doch das war nur eine besonders gemeine Hinhaltetaktik, denn gehen lassen wollten sie ihn gar nicht. Erst mit großem Druck durch unseren Rechtsanwalt und viel Hilfe von Freunden gelang es uns, Dominik abends gegen 21:30 Uhr doch noch aus dem Krankenhaus zu bekommen. Nur nach Hause, nach Hause durfte unser armes Kind immer noch nicht. Er wurde nur in eine andere Klinik entlassen, deren genaue Daten wir zu hinterlassen hatten.

In dieser letzten Klinik in Deutschland war der Arzt schockiert über den Zustand unseres Sohnes und die unterlassene Hilfeleistung im Krankenhaus in Kirchen. Er wollte das sogar bei der Staatsanwaltschaft in Koblenz zur Anzeige bringen. Dann schickte er uns einen Journalisten von der BILD-Zeitung. Man müsse aufschreiben, was wir alles erlebt hätten, war seine Begründung. Und dass wir dem Herrn vertrauen könnten, sagte er uns noch. Denn der Journalist sei ein Freund und er der Pate von dessen Kindern.

Doch wir wussten nicht so recht. Von uns kam nichts. Doch umso mehr kam von diesem Arzt: Er brach seine Schweigepflicht, ließ Dominiks Röntgenbilder ablichten und war mit einem Mal wie ausgewechselt. Er war ein ganz anderer Mensch. Er, der selber mit hochdosierten Vitaminen und den Zell-Vitalstoffkombinationen von Dr. Rath arbeitete, redete jetzt ganz anders. Er, der noch wenige Tage zuvor nicht an einen bösartigen Tumor in der Lunge geglaubt hatte, dem der Befund des Pathologen vorlag, nachdem keine Malignität im Zellgewebe nachzuweisen war, wollte uns auf einmal einen bösartigen Tumor glaubhaft machen. Schließlich weigerte er sich sogar, Dominik weiter zu behandeln, und zwang uns, innerhalb von 24 Stunden seine Klinik zu verlassen.

Als wir das schließlich in der Hoffnung taten, Dominik nun mit Hilfe des Ergänzungspflegers zu Hause betreuen zu können, erwartete uns der nächste Schock: Der Ergänzungspfleger hatte seine Meinung geändert und teilte uns mit, dass eine höhere Stelle nun entscheiden werde, wie weiter zu verfahren sei. Doch welchen Sinn machte das? Wenn die Ärzte der Meinung waren, es gäbe keine Hoffnung mehr für unseren Sohn, warum durfte er dann nicht nach Hause? Warum sollte er unbedingt in ein Hospiz?

Für uns gab es jetzt nur eine Lösung. Schon lange zuvor hatte Dominik uns gesagt, dass er nicht glaube, in Deutschland noch Hilfe zu bekommen. „Bitte geht mit mir in ein anderes Land, hier hilft mir keiner mehr“, hatte er immer wieder gesagt. Also gingen wir ins Ausland, so, wie Dominik es gewollt hatte.

Dieser Schritt blieb nicht ohne Folgen. Der Ergänzungspfleger zeigte uns an und behauptete, wir hätten ohne ärztliche Betreuung die Klinik verlassen. Alles nur ein taktischer Schachzug, um auf diese Weise Dominik wieder unter ihre Kontrolle zu bekommen? Der überstürzte Rauswurf aus der letzten Klinik lässt kaum einen anderen Schluss zu. Am 17. September ließ uns der Ergänzungspfleger jedenfalls erneut das Sorgerecht entziehen. Doch da waren wir bereits in ärztlicher Begleitung auf dem Weg nach Mexiko.

Auch dort versuchten sie noch, Dominiks habhaft zu werden. Es reichte keineswegs, dass unser Anwalt wusste, wo wir waren und unter welchen Umständen. Nein. Nach deutschem Recht mussten wir Richter, Jugendamt und Ergänzungspfleger über unseren Aufenthaltsort informieren. Wie soll ein Junge von neun Jahren unter diesen Umständen die Ruhe bekommen, die er braucht, um wieder gesund zu werden. Jeder weiß, dass ohne Ruhe gar nicht daran zu denken ist, sich von einer schweren Erkrankung zu erholen. Die Operationen, die Infektionen und die ganzen äußeren Umstände hatten ihre Spuren bei unserem Kind hinterlassen. Dominik war davon schwer gezeichnet. Bewusst hat man seine Psyche kaputtgemacht, um ihm den Lebensmut zu nehmen. Mit bewussten Fehlinformationen aus seinem Heimatland wurde sogar erreicht, dass die mexikanischen Ärzte stark verunsichert waren und auch hier die Behandlung Dominiks zunächst nur deutlich eingeschränkt durchgeführt wurde. Das konnten wir anschließend den Unterlagen aus der Klinik deutlich entnehmen. Was wir diesem Bericht aber auch entnehmen konnten, war die feste Überzeugung der Ärzte, dass Dominik keinen Knochenkrebs im Endstadium gehabt haben könne. Denn ein Osteosarkom sei äußerst schmerzhaft und mit dem schmerzfreien Zustand Dominiks in keiner Weise zu vereinbaren.

„He is a special child“, sagten die Ärzte und Pfleger über ihn in Mexiko. Viele Patienten, Pfleger, Schwestern und Ärzte waren angetan von ihm – sie mochten und liebten ihn. Eine kleine Gruppe von Patienten kam zu ihm, um mit ihm zu musizieren, denn Dominik liebte Musik über alles. Und so sangen Sie im herbstlichen Mexiko Weihnachtslieder aus der Heimat.

Wenn es ging, saß Dominik am Strand, wo er für kurze Zeit sogar manchmal sein Heimweh vergaß. Seine Geschwister fehlten ihm und seine Freunde. Selbst sein Papa durfte ihn nicht besuchen kommen. Das war schwer für beide. Nur sein großer Freund, Dr. Rath, konnte nach Mexiko kommen, um ihn zu besuchen. Stunden hielt er Dominik nachts in den Armen. Das wird er ihm nie vergessen!

„Wenn ich wieder zu Hause bin und ich werde noch mal krank, wer hilft mir dann?“ fragte er einmal und schaute in die Ferne. Nein, noch einmal wollte er das nicht erleben, er hatte keine Kraft mehr. Dominik hätte seine Identität ändern müssen, um ungehindert leben zu können.

Immer wieder verwies er in dieser Zeit auf seine Lunge und darauf, dass hier etwas geschehen müsse. Endlich – und doch viel zu spät – erhörten ihn die Ärzte. Doch Dominik war müde. Er hatte so lange gewartet, war so weit gegangen – er konnte nicht mehr. Der lebenslustigste kleine Junge, den man sich nur vorstellen konnte, war jetzt körperlich und seelisch gebrochen. Er wollte nur noch heim. Und so, wie er es sagte, machte es mir Angst. Ich fragte ihn: „Dominik, wer ist da noch, wenn du von Daheim sprichst?“ „Der Heiland“, sagte er nur.

Am Allerheiligenfest ging Dominik heim.

Für seinen Papa und seine Geschwister, die so weit weg waren, war das sehr, sehr schwer. Damit sie in Ruhe Abschied nehmen konnten, wollten wir das Requiem und die Beerdigung in aller Stille begehen. Doch selbst im Tod wollte man Dominik die Ruhe nicht lassen. Am Montag, dem Tag der Beerdigung, rief morgens die Polizei aus Betzdorf an und teilte uns mit, dass sie den Leichnam Dominiks beschlagnahmen müssten – für eine Obduktion.

Die Presse stand von diesem Moment an täglich bei uns vor der Tür. Schon als wir noch in Mexiko waren, hatte es gemeine Geschichten und Falschmeldungen über die Klinik und über uns gegeben. Doch jetzt wurden die Angriffe immer heftiger und verletzender. Natürlich gab es für keine der bösartigen Unterstellungen jemals einen Beweis. Wie denn auch. Nichts davon war ja wahr. Doch wenn keine Beweise da sind, dann greift man als Journalist eben zum letzten Mittel, dem Rufmord. Nur ein einziger Journalist schrieb uns eine Beileidskarte und war auch sonst für uns da. Vielen Dank, dass Sie so anders waren als Ihre Kolleginnen und Kollegen. Danke.

Unsere Bitte, unabhängige Ärzte und Rechtsanwälte als Zeugen bei der Obduktion zuzulassen, wurde abgelehnt. Warum? Wir konnten also gar nicht anders, als danach noch eine Zweitobduktion von unabhängigen Ärzten, Rechtsanwälten und Pathologen durchführen zu lassen. Diese Entscheidung fiel uns – wie wahrscheinlich allen Eltern – sehr schwer. Aber sie war richtig.

Die von der Staatsanwaltschaft in Koblenz beauftragte Uniklinik in Mainz brauchte zwei Monate für die Obduktion. In unseren Akten steht, dass die Staatsanwältin nach dem Ergebnis fragte, und ihr geantwortet wurde, dass dies nicht so schnell gehe und zudem die gesamte Krankenakte Dominiks gebraucht würde, um die Obduktion beurteilen zu können. Doch warum braucht ein Arzt eine Krankengeschichte, wenn er doch nach eigenem Augenschein und eigenen Analysen zu einem Urteil kommen soll. Wir waren fassungslos, als wir dies und andere Sachen in unseren Akten fanden.

Die zweite Obduktion ergab, dass Dominik nicht an Krebs gestorben war, sondern an akutem Herzversagen. Doch einige Fragen bleiben bis heute offen. So wurden etwa die große Fibrinmasse und die kollabierte Lunge von den Pathologen der Uniklinik Mainz entnommen, aber nicht zurückgelegt. Beides fehlte bei der Zweitobduktion und konnte bis heute nicht untersucht werden. Warum?

Trotz der schrecklichen Erlebnisse der letzten Monate wird es Zeit, Danke zu sagen. Danke Ihnen, Dr. Rath, dass Sie den Weg mit uns gegangen sind. Dominik wird es Ihnen niemals vergessen. Sie haben jetzt einen Fürsprecher im Himmel. Danke auch Ihnen, Dr. Niedzwiecki, für Ihre unschätzbare Hilfe in Mexiko. Bitte richten Sie unseren Dank auch Dr. Vadim, Stella und dem ganzen Team aus Santa Clara aus.

Der gleiche Dank gilt auch und vor allem den Ärzten, denen Dominik vertraute, die ihm helfen wollten und ihn nach besten Kräften betreuten. Danke, dass für Sie der Beruf noch Berufung ist. Vor allem Ihnen, Dr. Baumgardt aus München, weil Sie es geschafft hatten, Dominiks Bein zu retten, und Ihnen Dr. Hadrich, für die große Hilfe auf dem Weg nach und in Mexiko.

Danke auch den Menschen, die mit mir und Dominik in Mexiko waren, sie waren Fremde und immer für uns da, wir wurden Freunde. Danke Harald, Karin, Mira und Helen. Danke allen Menschen, die uns unterstützt haben und weiter unterstützen mit lieben Briefen, Gebeten und sonstiger Unterstützung. Dominik geht es gut, wir sind die Trauernden, die es immer noch nicht fassen können, dass das, was wir erleben mussten, Realität ist. Wir vermissen ihn sehr. Er hatte noch so viele Pläne.

Wir wollen weiter aufklären und mithelfen, die Wahrheit über die Zellular Medizin zu verbreiten, die Menschen zum Nachdenken und bewussten Umgang mit Gesundheit zu bewegen. Immer wieder wird uns die Vergangenheit vor Augen gehalten: Eine himmelschreiende Sünde!

Aber das sollte uns nicht blind machen für die Gegenwart, in der auch vieles im Argen liegt. Denn die mächtigen Pharma-Konzerne üben eine diktatorische Macht auf alle Bereiche unseres Lebens aus. Alles ist so gut vernetzt, alle sind abgesichert. Doch hat der Staat nicht eine Sorgfaltspflicht gegenüber den Schwachen – also vor allem gegenüber den Kindern? Soll er sie nicht schützen vor der Willkür der Starken? Wie kann man ein Kind dann zu einer Chemotherapie zwingen, die nur experimentellen Charakter besitzt, wie der Bundesgerichtshof 1993 festgestellt hat, und die laut SPIEGEL keinerlei nutzen hat? Warum gibt es keine freie Wahl zwischen allen wissenschaftlich fundierten Alternativen, warum darf man sich insbesondere hierzulande nicht für den Weg der Zellular Medizin entscheiden?

Jeder vierte Deutsche stirbt an Krebs hat gerade wieder das Statistische Bundesamt erklärt. Wir wissen, dass Chemotherapie nicht heilt, sondern selbst Krebs auslösend ist. Für dieses Wissen die daraus ganz logisch folgenden Konsequenzen zu erkämpfen ist sicher keine einfache, aber eine lohnende und schöne Aufgabe. Wir alle gemeinsam werden in Zusammenarbeit mit den verantwortungsbewussten Ärzten, mit den objektiven Forschern und den für Alternativen stets offenen Heilpraktikern – und natürlich mit Gottes Hilfe – einen Weg finden, der Wahrheit ans Licht zu verhelfen. Denn wir stehen auf der richtigen Seite – auch wenn wir immer wieder mit Rückschlägen fertig werden müssen. Wie heißt noch das alte deutsche Sprichwort: „Die Lüge reitet, die Wahrheit schreitet — kommt aber immer noch zur rechten Zeit ans Ziel.“

Anke Feld am 16. März in den Sartory Sälen in Köln und am 18. März im Palais am Funkturm, Berlin

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